MARIELLCHE
MARIELLCHE

Mein Buch

Im Mai 2009 erschien mein Buch Hat es vielleicht Hunger?

 

Es ist ein lustiges Ratgeber-Buch über das erste Jahr mit Kind. 

Zu beziehen über z.B. amazon oder direkt bei mir.

Warum dieser Buchtitel?

Egal wer, egal wo, die Frage "Hat es vielleicht Hunger?" scheint universell in die Köpfe gepflanzt zu sein. Überall dort, wo mein Baby zu schreien beginnt, begegnen mir Menschen mit der Frage "Hat es vielleicht Hunger?". Das hat mich so genervt, dass ich ein Buch drüber geschrieben habe.

 

Hier ein paar Auszüge:

 

Da hab ich mein Schätzchen im Arm, mein langersehnter Traum und schon wünsche ich mir was anderes. Ich will wieder arbeiten gehen. Es gibt ein schönes englisches Sprichwort: The grass is always greener on the other side of the fence. Sinngemäß heißt das, dass der Nachbar immer den schöneren Rasen hat. (...) Komisch nur, dass ich mich für meinen Wunsch fast schämte. Wie lieblos! (...) Aber nur arbeiten zu gehen um die Tagesmutter zu finanzieren, war für mich keine Option. (...) Es muss doch jede Familie für sich entscheiden, wie das Geld reinkommt und wie viel. Ja, es hängt am Geld! Und jeder, der meint, er entscheide nur, was das Beste für das Kind ist, schummelt. Ist es das Beste für ein Kind, wenn die Mama bis zur, sagen wir, fünften Klasse den ganzen Tag Zuhause ist?

 

In den ersten Monaten habe ich geduscht, bevor mein Baby aufwachte. Allerdings habe ich mir dabei die Krankheit des Hörens von Phantomschreien zugezogen. Sobald ich das Wasser aufdrehte, hörte ich mein Kind weinen, obwohl es schlief! Später griff diese "Krankheit" noch weiter um sich, ich hörte Schreien beim leisesten Rauschen draußen in der Ferne und beim Schlafgeräusch meines Mannes. Ich war ständig auf der Lauer. 

Inzwischen ruhe ich länger aus und nehme das Kind mit ins Bad. Es hält das "Alleinsein" im Bad jetzt besser aus und die Luft ist schön warm-feucht. Aus Sicht des Babys kann man während der Duschzeit der Mutter tolle Dinge tun: Klopapier abrollen, Mülleimer ausleeren, das Rad an der Waage verstellen, die Klobrille ablecken oder versuchen, in die Dusche zu kommen.

 

Als noch Kinderlose habe ich mir auch schon so meine Gedanken gemacht, wie das später mit Kindern mal sein sollte. Ich wollte keine von diesen "huch-du-hast-geniest-schnell-zum-Arzt-Mutter" sein, wollte es lässig angehen, nichts überstürzen und keine Glucke sein. Aber dann bekam ich mein Kind und es bekam Schnupfen. Nachts schaute ich oft nach, ob es noch atmete, sah, wie das kleine Häufchen Mensch sich im Schlaf streckte, hörte, wie es röchelte. Und "haste-nicht-gesehen", saß ich im Wartezimmer beim Kinderarzt. Dieser nahm meine Sorgen Ernst, untersuchte das Kind gewissenhaft, verschrieb ein Mittelchen  und ordnete noch mehr Spaziergänge an der frischen Luft an. Wie schämte ich mich über den Spott auf besorgte Eltern!

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© Marianne de Vijlder